In vielen Werkdiensten sieht der Alltag immer noch so aus: Excel Listen, Papierpläne, ständiges Nachfragen und irgendwann der Moment, wo niemand mehr genau weiss, wo welcher Schacht steht oder welche Leitung gerade saniert werden muss. Gemeinden wie Baar und Laax haben das geändert mit GIS als ganz normalem Arbeitswerkzeug. Kein Hightech Gedöns, sondern einfach mehr Übersicht und weniger Frust.
Auch Florian Bruderer hat nach jahrelanger Erfahrung mit diversen Digitalen Asset Management tools gemerkt:
„Einfache Tools, die einen wirklichen Mehrwert bringen, sind entscheidend.“
Hier sind die drei Dinge, die den Unterschied machen.
Früher: Eine Liste mit 300 Zeilen, irgendwo steht „Schacht 47 prüfen“, aber wann? Wo genau? Ist das dringend oder nicht? Man sucht, ruft an, sucht wieder – Zeit weg.
Heute in Baar und Laax: Die Karte macht die Arbeit.
Farben und Symbole zeigen sofort den Status:
Kein Scrollen durch Excel, kein „Wo war das nochmal?“. Man öffnet die Karte – und sieht auf einen Blick, wo das Team hinsoll. Das spart nicht nur Minuten, sondern reduziert auch Fehler: Was rot blinkt, wird nicht übersehen.
Viele aus dem Aussendienst sagen: „Endlich muss ich nicht mehr raten – die Karte lügt nicht.“
Das ist der grösste Gewinn: Übersicht, die man wirklich nutzt – jeden Tag.

In Baar und Laax trägt heute jeder im Aussendienst direkt vor Ort ein: Schacht geprüft → grün markiert, Mangel gefunden → Foto hochladen und rot markiert, Pendenz erledigt → abhaken.
Das erscheint sofort bei allen – beim Kollegen um die Ecke, beim Leiter im Büro, sogar beim Auftraggeber wie Tiefbauamt oder externer Firma.
Kein Abtippen mehr abends im Büro.
Kein Warten auf den Tagesbericht.
Kein „Hat der das schon gemacht?“ per Telefon.
„Seit wir live updaten, läuft der Tag einfach runder – und wir haben mehr Zeit für das, was wirklich zählt: die Arbeit draussen.“
Stattdessen läuft alles synchron: Das Team sieht den gleichen Stand, Abstimmungen klappen schneller, Rückfragen fallen fast weg. Besonders bei Winterdienst, Strassensanierungen oder Grünpflege spürt man es sofort – weniger Hin und Her, mehr Zeit für die eigentliche Arbeit.
Der grosse Unterschied: Koordination wird zur Entlastung statt zum Zeitfresser.

Digitalisierung scheitert am häufigsten nicht am Geld oder an der Technik – sondern daran, dass die Tools zu kompliziert sind. Lange Schulungen, kryptische Menüs, ständiges Nachschlagen in Handbüchern: Das ist der Killer.
Wenn ein Werkzeug nur von ein paar Spezialisten genutzt wird, bleibt der Rest draussen – und der ganze Vorteil ist dahin.
In Baar und Laax ist das anders gelaufen.
GIS wird dort so eingesetzt, dass es wirklich für jeden passt: Vom langjährigen Mitarbeiter im Aussendienst bis zur neuen Auszubildenden. Die Apps sind intuitiv – wie ein modernes Smartphone. Man tippt, wischt, markiert – und fertig. Keine komplizierten Befehle, keine Angst vor Fehlern.
Der Spassfaktor kommt fast von allein:
Wenn jemand vor Ort einen Mangel einträgt und Sekunden später sieht, wie das eingefärbte Symbol in der Karte auftaucht, fühlt sich das einfach gut an.
Man ist nicht mehr nur der, der Daten in eine Tabelle kippt, die irgendwann vielleicht jemand liest. Man gestaltet live mit: Die Karte verändert sich durch die eigene Arbeit, das Team sieht es sofort, der Prozess bewegt sich vorwärts. Das gibt ein echtes Gefühl von „Ich mach hier wirklich was aus“.
Weniger Frust, mehr Stolz auf die eigene Arbeit, und plötzlich melden sich sogar die Skeptiker:
„Das ist ja eigentlich cool.“
Das Ergebnis: Die Digitalisierung wird nicht ertragen – sie wird genutzt. Und je mehr Leute mitmachen, desto besser funktioniert das Ganze.
Der dritte grosse Gewinn: Einfachheit, die nicht nur erlaubt, sondern motiviert – für wirklich alle.

Florian Bruderer, Leiter Werkdienst Gemeinde Baar, hat auf der Esri Konferenz 2025 in Zürich ganz offen über den Alltag gesprochen – praxisnah und ohne Umschweife. Er hat klar gemacht, dass GIS für ihn kein Spezialistenthema ist, sondern ein normales Werkzeug, das den Druck im Betrieb senken soll.
„Ich beschäftige mich täglich damit, wie wir mit wenig Zeit und begrenzten Ressourcen möglichst gute Lösungen erreichen.“
Genau das ist der Kern: Das System muss sich dem Werkdienst anpassen, nicht umgekehrt. Florian betonte, dass Anpassbarkeit und Einfachheit entscheidend sind.
„Wir brauchen ein System, das sich uns anpasst und nicht umgekehrt. Die Erfassung muss intuitiv sein, damit fast alle Mitarbeitenden damit arbeiten können.“
Er schloss mit einer klaren Botschaft: GIS darf nicht belasten, sondern muss helfen – flexibel, alltagstauglich und ohne grosse Hürden.
Und der grösste Nutzen zeigt sich in der Praxis: Echtzeit und Durchgängigkeit machen den Unterschied.
„Wir arbeiten in Echtzeit – jede Erfassung ist sofort sichtbar, was gerade im Winterdienst entscheidend ist.“
Der gesamte Vortrag als PDF (inkl. Grafiken zum Aufbau) steht hier gratis und exklusiv zum Download bereit.
